Themenschwerpunkte des DPJW

Themenschwerpunkte des DPJW

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Vielfalt (2017-2019)

Bei Jugendlichen Verständnis und Akzeptanz für Diversität zu fördern, war das Hauptziel dieses Themenschwerpunkts des DPJW. Im Zeitraum 2017–2019 hat das DPJW eine Reihe von Projekten durchgeführt, neue Akti­vi­täten initiiert und ist Partnerschaften mit Organisationen eingegangen, die sich für Vielfalt engagieren.

Runder Tisch „Vielfalt“

In die Planungen, wie ein neuer DPJW-Themenschwerpunkt umgesetzt werden kann, bezieht das DPJW jedes Mal seine Partner, die Zentralstellen und Träger mit ein, um zu erfahren, was aus ihrer Sicht bei dem jeweiligen Thema notwendig ist und wo Heraus­forde­rungen bestehen. Im September 2016 fand hierzu ein Runder Tisch statt. An dem Treffen nahmen neun Personen teil, darunter ein Vertreter des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ). Während des Treffens entstanden zahlreiche Ideen und Vorschläge, die das DPJW bei der Konzeption und der Durchführung der einzelnen Projekte zum Themen­schwer­punkt berücksichtigt hat.

Deutsch-Polnischer Jugendpreis „Gemeinsam in Europa. Ein Ziel“

Der Wettbewerb ist das Herzstück des Themenschwerpunkts und erstreckt sich ebenso wie dieser über drei Jahre. Im Rahmen des 6. Wettbewerbs wurden Projekte umgesetzt, die bei Jugendlichen Offenheit und ein Verständnis für Diversität fördern sowie Stereotype, Vorur­teile und gesellschaftliche Ungleichheit überwinden helfen. Auf die 2017 erfolgte Aus­schrei­bung hin wurden 81 Projekte eingereicht. Für die Endrunde wurden die 20 interessantesten ausgewählt (je 10 in den Kategorien schulischer und außer­schu­li­scher Aus­tausch). Von Januar bis Oktober 2018 fanden über 30 Jugendbegegnungen statt (Besuche und Gegen­besuche). Zu den Themen gehörten u. a. interkulturelle Bildung, inter­religiöser Dialog, Men­schen­rechte, Inklusion, Empowerment oder auch wirtschaftlich-gesell­schaft­liche Ungleich­heit. Die Teilnehmenden und die Organisatorinnen und Organisatoren spiegelten ebenso Viel­falt wider (s. auch hier).

Ein wichtiger Bestandteil des Wettbewerbs war es, die Sichtbarkeit der Projekte zu gewähr­leisten. Von jedem Projekt entstanden kurze filmische Impressionen, die auf der Facebook-Seite des DPJW und seinem YouTube-Kanal veröffentlicht wurden.

Seminar „Fit for Diversity“

Das DPJW hat ein Programm erarbeitet, das dem Thema Vielfalt bei deutsch-polnischen Begegnungen gewidmet ist. Im Mai 2018 fand in Danzig das erste Seminar statt. Die Teilnehmenden ließen sich inspi­rie­ren und lernten Methoden zur Toleranzförderung in der Arbeit mit Jugendlichen kennen. Zudem reflektierten sie ihre eigene Einstellung und eigene Stereotype, die unbewusst wirken. Iden­ti­tät, gesellschaftliche Vielfalt, Stereotype, Vorurteile, Diskriminierung und Konflikt­lösung – all dies waren Themen, über die die Teilnehmenden zusammen nach­dachten und sich aus­tausch­ten.

„Lebendige Bibliothek“

Bei einer „Lebendigen Bibliothek” geht es um eine persönliche Begegnung mit Vertreterinnen und Vertretern verschiedener gesellschaftlicher Gruppen, die oftmals Stereotypisierung und Diskriminierung ausgesetzt sind. Inspiriert von dieser Methode gestalteten die Freiwilligen des DPJW einen deutsch-polnischen Jugendaustausch in der Internationalen Jugend­begegnungs­stätte in Kreisau (Juni 2017). Während individuel­ler Gespräche mit Lebendigen Büchern (diskriminierten Personen) konnten die Jugendlichen deren Geschichte und die gesell­schaft­liche Gruppe kennenlernen, die sie repräsentierten, und so Stereotype infrage stellen. Zu den Lebendigen Büchern gehörten eine Freeganerin, eine ehemals Obdachlose, eine Feministin, eine Nonne, eine Kleinwüchsige, eine transsexuelle Person und ein Geflüch­teter. Das Projekt war ein großer Erfolg und wurde sowohl vom Leitungsteam positiv bewertet wie auch von den Jugendlichen.

Konferenz „Interreligiöser Dialog“

Deutsch-Polnische Projekte mit Jugendlichen aus unterschiedlichen Konfessionen und Religionen bringen ganz spezifische Herausforderungen mit sich. Die Konferenz sollte den Blick dafür schärfen. Rund 30 Engagierte im Jugendaustausch überlegten auch, was Religiosität in der heuti­gen Welt bedeutet, wie man mit Jugendlichen über Glaubens­­fragen spricht und worin inter­religiöser Dialog besteht. Die Konferenz fand im Sep­tem­ber 2017 in Bonn statt.

Checkliste „Vielfalt bei Jugendbegegnungen“

Diese Liste wurde für Organisatorinnen und Organisatoren von internationalen Jugend­projekten erstellt. Sie soll dabei helfen, alle Etappen einer Begegnung vorzubereiten – von der Planung, der Organisation und dem Ausarbeiten eines Programms bis zur Wahl der Methoden und der Auswertung (s. hier).

„Diversity Box“ – Sammlung von Informationen und Methoden zum Thema Vielfalt

Im Rahmen der „Diversity Box“ werden Methodensammlungen, Handouts, Checklisten sowie Tipps zur deutschen und polnischen Perspektive und zur Terminologie von Themen aus dem Bereich Vielfalt veröffentlicht.

Plakatwettbewerb „Vielfalt ist Kunst!“

2018 haben die Freiwilligen des DPJW den Plakatwettbewerb „Vielfalt ist Kunst!“ organisiert. An dem Wettbewerb nahmen über 130 junge Grafiker/-innen aus Deutschland und Polen teil. Aus den über 150 eingereichten Plakaten wählte eine Jury die Gewinner aus, wobei sie drei erste Plätze und eine Auszeichnung vergab. Zum ersten Mal wurden die Plakate awährend des renommierten „Saturday_Late_Art_Special“ in der Bundeskunst­halle in Bonn gezeigt. Ein weiterer Höhepunkt war die Vernissage im Polnischen Institut Berlin . Außerdem wurden die Plakate bei Veranstaltungen des DPJW gezeigt: auf dem Sommerfest und bei der Zentralstellenkonferenz in Berlin sowie während des „Austauschlabors“ in Warschau und im Rahmen des Auswertungsseminars zum Deutsch-Polnischen Jugendpreis.

Magazin des DPJW INFO

Auch eine Ausgabe des INFO widmet sich Fragen rund um den Themenschwerpunkt des DPJW. Im Heft finden sich unter anderem Texte zu Migration und Interkulturalität, reli­giö­ser Vielfalt, Gender, Inklusion oder auch zu Hate Speech. In abwechslungsreichen Artikeln, Interviews und Reportagen werden sowohl persönliche Erfahrungen von Projekt­orga­ni­­satorin­nen und -organisatoren als auch wissenschaftliche Erkenntnisse vorgestellt.

Berufliche Perspektiven (2013-2016)

Das Deutsch-Polnische Jugendwerk fördert seit seiner Gründung den beruflichen Jugendaustausch. Beinahe zehn Prozent von über 3000 vom DPJW jährlich geförderten Projekten mit mehr als 110 000 Teilnehmenden können ebenfalls als Begegnungen mit beruflichem Charakter gesehen werden.

Unter dem MottoBerufliche Perspektiven setzte das DPJW im Rahmen des Schwerpunktthemas für die Jahre 2013-2016 zahlreiche Projekte um: Angefangen von beruflicher Orientierung über Karriereplanung und Kompetenzerwerb bis hin zur Vorbereitung junger Deutscher und Polen auf den Arbeitsmarkt. Hier eine Zusammenstellung von ausgewählten Projekten:

Achtung! Und Action! DPJW-Film „Berufsperspektiven“

Das DPJW besuchte ganz unterschiedliche berufsbezogene Projekte auf beiden Seiten der Oder und begleitete die Teilnehmenden mit der Kamera. Warum? Auf unterhaltsame Weise sollen Jugendliche und Organisatoren motiviert werden teilzunehmen bzw. selbst Austauschprojekte und Auslandspraktika zu organisieren. Im Ausland neue Fertigkeiten und eine andere Sprache lernen, soziale, zwischenmenschliche und interkulturelle Fähigkeiten stärken – all dies ermöglicht die Mitarbeit in einem internationalen Team im Ausland. Der Film sowie seine Trailer ist auf dem YouTube-Kanal des DPJW abrufbar und steht zusätzlich auf mobilen Datenträgern zur Verfügung.

15. Deutsch-Polnisches Jugendforum im Schloß Trebnitz

Im brandenburgischen Schloß Trebnitz diskutierten im September 2015 Vertreterinnen und Vertreter von formeller und informeller Bildung, von Wirtschaft und Handelskammern über die Bedeutung von internationaler Jugendarbeit bei der Berufsorientierung junger Deutscher und Polen. In Workshops zur Bedeutung von Soft Skills im Job, zum Übergang von der Schule ins Berufsleben und zu Social Media konnten die Teilnehmenden Erfahrungen und Gedanken austauschen, Kontakte knüpfen und Anregungen für die Arbeit im deutsch-polnischen Kontext sammeln.

Plattform „Berufliche Perspektiven”

Um die Organisatoren und Organisatorinnen von deutsch-polnischen berufsbezogenen Projekten zu unterstützen, hat das DPJW die Plattform „Berufliche Perspektiven” ins Leben gerufen. Das DPJW möchte ihnen damit die Vorbereitung, Durchführung und Auswertung solcher Begegnungen sowie Einzel- oder Gruppenpraktika im Nachbarland erleichtern.

Am Runden Tisch für gute Berufspraktika

Deutsche und polnische Praktikerinnen und Praktiker sowie Expertinnen und Experten für Berufsbildung und den deutsch-polnischen Jugendaustausch diskutierten im Oktober 2015 am Runden Tisch in Potsdam über die Schwierigkeiten und Herausforderungen bei der Organisation und Förderung von ausländischen Berufspraktika. Denn basierend auf ihren Empfehlungen sowie den Einschätzungen von Praktikantinnen und Praktikanten wird das DPJW Qualitätsstandards für deutsch-polnische Berufspraktika erarbeiten.

„Förderung von Soft Skills bei internationalen Jugendbegegnungen” – Methodenseminar für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren

Internationaler Jugendaustausch eignet sich hervorragend, um bewusst und selbständig soziale Kompetenzen aufzubauen und zu erweitern. Organisatorinnen und Organisatoren deutsch-polnischer Begegnungen können diesen Lernprozess bei Jugendlichen fördern und gerade deswegen veranstaltete das DPJW im November 2015 und im Mai 2016 für sie viertägige Seminare „Soft Skills“, in denen die Teilnehmenden lernten, den Erwerb und Ausbau von sozialen Kompetenzen bei Jugendlichen zu unterstützen.

INFO 2015 – Berufliche Perspektiven für junge Menschen in Deutschland und Polen

Die 2015-Ausgabe des DPJW-Magazins INFO wurden den beruflichen Perspektiven für junge Menschen in Deutschland und Polen gewidmet. Auf 28 Seiten finden Sie u.a. eine Reportage über einen eigenen dualen Ausbildungsgang in Polen, einen Überblick über verschiedene Fördermöglichkeiten für internationale Praktika, einen Bericht über Schüler, die ein Café betreiben, oder über einen Tag im Leben eines Praktikanten.

Konferenz „Berufliche Perspektiven: internationaler Jugendaustausch und Berufsorientierung – mehr als nur Employability”

Die Konferenz bildete den Abschluss des dreijährigen Themen-schwerpunkts „Berufliche Perspektiven“ in der Programmarbeit des DPJW. An der Veranstaltung nahmen ca. 100 Personen (je zur Hälfte aus Deutschland und Polen) teil. An drei Tagen hatten die Teilnehmer/-innen Gelegenheit, an verschiedenen Diskussionsrunden teilzunehmen, sich in thematischen Workshops weiterzubilden und Best-Practice-Projekte kennenzulernen. Die Konferenz wurde von der Robert Bosch Stiftung gefördert.