Jugendpreis

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Deutsch-Polnischer Jugendpreis

Seit 2004 vergibt das DPJW alle drei Jahre den Deutsch-Polnischen Jugendpreis an besonders gelungene deutsch-polnische Jugendbegegnungen.

2020 wurde der 7. Wettbewerb um den Deutsch-Polnischen Jugendpreis 2021-2023 „Bei mir und bei dir. Jugendaustausch lokal“ ausgeschrieben.

Der Preis im Rahmen des letzten Wettbewerbs Gemeinsam in Europa. Ein Ziel zum Thema Vielfalt, Menschenrechte und Toleranz wurde im Februar 2019 verliehen.

„Bei mir und bei dir. Jugendaustausch lokal“ – 7. Wettbewerb um den Deutsch-Polnischen Jugendpreis

Das Deutsch-Polnische Jugendwerk (DPJW) lädt unter dem Motto „Bei mir und bei dir. Jugendaustausch lokal“ zur Teilnahme am Wettbewerb um den Deutsch-Polnischen Jugendpreis 2021-2023 ein. Der Wettbewerb richtet sich an Träger der Kinder- und Jugendarbeit, Schulen, Nichtregierungsorganisationen und Institutionen, die deutsch-polnische Jugendbegegnungen organisieren. Wettbewerbsbeiträge können bis zum 28. Februar 2021 eingereicht werden.

Sind Sie eine Schule, ein Verein oder eine Nichtregierungsorganisation, die sich am Leben der lokalen Gemeinschaft beteiligen möchte? Möchten Sie den Einwohnern Ihres Dorfes oder Ihrer Stadt die eigene Tätigkeit näher bringen und Sie zur Zusammenarbeit einladen oder zusammen mit den Jugendlichen etwas Gutes vor Ort tun? Sie haben einen Partner in Polen und möchten zusammen eine deutsch-polnische Jugendbegegnung organisieren, die sich mit Ihren Ortschaften oder Regionen auseinandersetzt? Das DPJW lädt Sie herzlich ein, sich mit Ihrer Projektidee um den Deutsch-Polnischen Jugendpreis 2021-2023 zu bewerben.

Thema

Ihre Jugendbegegnung kann sich mit der sozialen Situation, der Bildung, dem Sport oder der Kultur in Ihrer Gegend beschäftigen oder Sie engagieren sich gemeinsam für Ihre beiden Orte, damit diese interessanter für junge Menschen werden. Die Wahl des Formats, in dem Sie Ihr Projekt umsetzen, ist dabei Ihnen überlassen: Von A wie Audioguide, über B wie Blogs mit regelmäßigen Updates aus der Partnerregion, G wie gemeinsame Sitzungen der Jugendparlamente, die vor Ideen für ihre Bürgerbudgets sprudeln, H wie Hackathons, bei denen eine App für zeitgemäße Jugendbeteiligung entsteht, I wie intergenerationelle Fahrradtouren oder interaktive Stadtpläne, P wie Pop-Up-Cafés mit Menüs aus der jeweils anderen regionalen Küche, R wie Radiosendungen, bis hin zu Z wie zweisprachige Tandemführungen durch das städtische Museum… Hauptsache ist, Sie arbeiten gemeinsam als deutsch-polnisches Team und an Ihren Projekten beteiligen sich Jugendliche aus Deutschland und Polen.

Vernetzen Sie sich lokal und binden Sie weitere Organisationen oder Institutionen aus Ihrer Gegend ein, um gemeinsam einen Mehrwert für Ihre lokalen Gemeinschaften zu schaffen.

Teilnahmebedingungen

  • es muss mindestens ein deutscher und ein polnischer Projektpartner an der Entwicklung der Idee und der späteren Umsetzung beteiligt sein – z.B. Gemeinden, Schulen, Nichtregierungsorganisationen oder andere Institutionen.
  • Teilnehmende der Wettbewerbsprojekte sind junge Menschen (bis zum 26. Lebensjahr) aus Deutschland, Polen und eventuell einem Drittland.
  • Das gesamte Projekt muss von den deutschen und polnischen Partnern zusammen konzipiert, organisiert, durchgeführt und ausgewertet Wenn das Projekt nicht von jungen Menschen organisiert wird, müssen deren Interessen und Ideen im Zentrum des Vorhabens stehen.
  • Das Projekt muss mindestens aus zwei Begegnungen– einer auf deutscher und einer auf polnischer Seite –  bestehen, die jeweils mindestens vier Tage dauern (abhängig von der aktuellen Corona-Lage können die Begegnungen auch alternativ online umgesetzt werden).
  • Das Projekt muss den allgemeinen Förderkriterien des Deutsch-Polnischen Jugendwerks entsprechen.

Wettbewerbsablauf

  • Februar2021 – Anmeldefrist zur Wettbewerbsteilnahme
  • März 2021 – Auswahl der Wettbewerbsfinalisten durch eine interne DPJW-Jury
  • vom 21. bis 24. Juni 2021 – Einführungsseminar für die Wettbewerbsfinalisten in Magdeburg (unter Beteiligung von jeweils einer Person pro Projektpartner aus Deutschland, Polen und eventuellem Drittland)
  • vom 1. Juli bis 31. Dezember 2022 – Realisierung der Finalprojekte
  • Sommer 2023 in Polen – Abschlussseminar für alle Finalisten mit feierlicher Preisübergabe

Preisgelder

  • 1. Preis: 4.000 Euro für jeden Projektpartner (insgesamt 8.000 Euro bei bilateralen, 12.000 Euro bei trilateralen Projekten)
  • 2. Preis: 3.000 Euro für jeden Projektpartner (insgesamt 6.000 Euro bei bilateralen, 9.000 Euro bei trilateralen Projekten)
  • 3. Preis: 2.000 Euro für jeden Projektpartner (insgesamt 4.000 Euro bei bilateralen, 6.000 Euro bei trilateralen Projekten)

Darüber hinaus werden die Finalprojekte mit bis zu 150% der in den DPJW-Richtlinien angegebenen Festbeträge gefördert. Die Kosten für die Teilnahme am Einführungs- und Abschlussseminar sowie an der Preisverleihung trägt das DPJW.

Anmeldungen

Projektideen können über das Online-Anmeldeformular spätestens bis zum 28. Februar 2021 angemeldet werden. Um ein Projekt anmelden zu können, muss das Online-Formular ausgefüllt, eine Projektskizze angehängt und die Wettbewerbsordnung (s. rechte Spalte) akzeptiert werden.

„Gemeinsam in Europa. Ein Ziel“ (2017-2019)

„Gemeinsam in Europa. Ein Ziel“ lautete das Motto des Deutsch-Polnischen Jugendpreises für die Jahre 2017-2019. Das Deutsch-Polnische Jugendwerk hat den Preis zum Thema Vielfalt ausgeschrieben.

Um den Deutsch-Polnischen Jugendpreis bewarben sich 80 deutsch-polnische und trilaterale Projekte, von denen es 17 in die Finalrunde schafften. Dies bedeutete, dass 2018 diese 17 Jugendbegegnungen zu unterschiedlichsten Fragestellungen von kultureller, religiöser, weltanschaulicher und sprachlicher Vielfalt umgesetzt wurden.

Am 14. Februar wurde in Berlin zum sechsten Mal der Deutsch-Polnische Jugendpreis verliehen, mit dem der Wettbewerb „Gemeinsam in Europa. Ein Ziel“ seinen Abschluss fand. Ausgezeichnet wurden die interessantesten deutsch-polnischen Jugendprojekte, die sich mit Vielfalt, Menschenrechten und Toleranz beschäftigten. In der Kategorie Schulaustausch gewann das Projekt „Musik der Begegnung – Musik der Verständigung“ der Katholischen Schule Bernhardinum Fürstenwalde und der Schule II Liceum Ogólnokształcące Gorzów Wielkopolski. In der Kategorie Außerschulischer Austausch ging der Preis an die Jugendbildungsstätte Kurt Löwenstein Werftpfuhl und die Stiftung Fundacja Sztukmistrze Lublin für das Projekt „Station Diversität im historischen Kontext“. Die Projektpartner können sich über jeweils 3000 Euro freuen.

Bei dem Projekt „Musik der Begegnung – Musik der Verständigung“ haben musikbegeisterte junge Menschen aus Fürstenwalde und Gorzów Wielkopolski gemeinsam die „No Borders Band“ gegründet, zu der sie auch Musiker aus dem Nahen Osten eingeladen haben. Sie haben eine kleine Tournee durch Schulen und andere Institutionen gemacht und begeisterten bei bisher insgesamt elf Auftritten 2.000 Menschen. In begleitenden Workshops arbeiteten die Teilnehmenden zum Thema Rassismus und lernten Fluchtgeschichten kennen, auch die ihrer eigenen Bandmitglieder.

Beim Projekt „Station Diversität im historischen Kontext“ trafen sich junge Menschen aus Berlin und Krakau, um über Fragen zu Vielfalt, Diskriminierung und Ausgrenzung zu diskutieren. Sie besuchten die Gedenkstätte des ehemaligen Konzentrationslagers Majdanek und arbeiteten in Workshops zu Musik, Film, Bühnenbild, Tanz und Malerei. Während der Begegnungen entstand das Lied „Lepiej rozmawiać“ („Lass uns reden“) mit einem dazugehörigen Videoclip und die Video-Performance „Begegnungen“.

Neben den beiden Hauptpreisen vergab die deutsch-polnische Jury auch zwei Auszeichnungen. In der Kategorie Schulaustausch wurde das Projekt „Ich kann nicht sprechen, aber ich kommuniziere“ der Pestalozzi-Schule Essen und der Szkoła Podstawowa nr 41 Specjalna in Zabrze geehrt. Kinder und Jugendliche mit besonderem Förderbedarf verständigten sich mittels Gebärdensprache und entwickelten deutsch-polnische Kommunikationstafeln. Sie konnten mit Hilfe unterschiedlicher kreativer Workshops (Basteln, Foto, Film, etc.) die besondere Erfahrung machen, mit ihren Stärken wahrgenommen zu werden.

In der Kategorie Außerschulischer Austausch ging die Auszeichnung an die JUBI Unterfranken in Würzburg und die Stiftung Fundacja BEZLIK in Mikuszewo für das Projekt „Grenzenlos“. Jugendliche aus Deutschland und Polen, unter anderem mit Migrationshintergrund sowie jugendliche Sinti und Roma, nahmen gemeinsam an verschiedenen Workshops teil und stellten eine Theateraufführung zum Thema „Grenzenlos“ auf die Beine.

Schirmherrschaft

 

Mit freundlicher Unterstützung der

 

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