Drittmitteltipps für Träger des deutsch-polnischen Jugendaustauschs

Drittmitteltipps für Träger des deutsch-polnischen Jugendaustauschs

Geld ist immer knapp

Eine deutsch-polnische Jugendbegegnung kostet Geld. Das wissen die Menschen am besten, die sie organisieren und dabei mit den knappen Mitteln auskommen müssen. Meist ist es nicht viel Geld, das fehlt, um den Beitrag der Schülerinnen und Schüler etwas zu senken, einen besonderen Ausflug zu machen oder den Eintritt in ein beliebtes Museum zu finanzieren.

Hilfe zur Selbsthilfe

Vor diesem Hintergrund stellt das DPJW für Organisatorinnen und Organisatoren internationaler Jugendbegegnungen Materialien zur Verfügung, die bei der Einwerbung weiterer Mittel behilflich sein sollen. Regelmäßig veranstaltet das DPJW auch Schulungen zu diesem Thema. Hier finden Sie allgemeine Informationen, die Ihnen bei der Suche nach Drittmitteln weiterhelfen.

Durchblick behalten im Förderdschungel

An dieser Stelle veröffentlicht das DPJW in regelmäßigen Abständen aktuelle Ausschreibungen, auf die sich Träger der deutsch-polnischen Jugendarbeit mit ihren Projekten bewerben können. Bei Nachfragen zu einzelnen Fördertöpfen können Sie sich gerne an den Drittmittelbeauftragten des DPJW wenden.

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GLS Treuhand

Die GLS Treuhand e. V. fördert gemeinnützige Vorhaben in Deutschland und im Ausland für eine aktive, demokratische und offene Gesellschaft. Sie unterstützt die freie Entfaltung menschlicher Fähigkeiten, Stärkung der Persönlichkeit und Wahrnehmung von Verantwortung für sich und andere. Die Zuwendungen betragen in der Regel zwischen 1.000 bis 5.000 Euro. Gelder können das ganze Jahr beantragt werden. Mehr Informationen finden sich hier.

Deutsches Kinderhilfswerk

Das Deutsche Kinderhilfswerk (DKHW) fördert Projekte, die die Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen verbessern. Einzelpersonen, Initiativen und Vereine aus Deutschland können sich um eine Förderung bewerben. Unter bestimmten Voraussetzungen können auch Projekte des deutsch-polnischen Jugendaustauschs gefördert werden. Die Förderung beträgt in der Regel 5.000 Euro (mindestens 20% der Gesamtausgaben müssen aus Eigen- oder weiteren Drittmitteln finanziert werden). Außerdem ist der prozentuale Anteil der polnischen und deutschen Teilnehmenden im Antrag anzugeben. Das Projekt muss darüber hinaus in einer der Förderfonds des DKHW passen.

Genauere Informationen und Förderbedingungen finden sich hier.

Projektförderung im Rahmen der Oder-Partnerschaft

Die Senatsverwaltung für Kultur und Europa in Berlin fördert Projekte auf dem Gebiet der Oder-Partnerschaft, die einen Beitrag zu einer lebendigen und nachhaltigen Zusammenarbeit dies- und jenseits der deutsch-polnischen Grenze leisten. Die Aktivitäten sollen Austauschcharakter haben, wobei die Kultur und kulturelle Initiativen einen zentralen inhaltlichen Bestandteil darstellen sollten. Schulaustausche sind nicht förderfähig. Projektanträge von Berliner Akteurinnen und Akteuren haben eine besonders hohe Priorität. Bis zum 8. März 2021 können zwischen 1.000 und 3.000 Euro beantragt werden.

Für den Antrag sind diese Unterlagen und Muster zu verwenden

Anträge sind zu senden an:

  • Senatsverwaltung für Kultur und Europa / z. H. Frau Johanna Eisenberg / Brunnenstraße 188 – 190 / 10119 Berlin
  • parallel per E-Mail an: johanna.eisenberg@europa.berlin.de

 

Stipendienwettbewerb des Vereins des Jüdischen Historischen Instituts Polens

Der Verein Jüdisches Historisches Institut in Polen e. V. finanziert Projekte, die sich mit der Geschichte und Kultur der polnischen Juden und ihrem Beitrag zur Weltkultur befassen. Dazu können auch Bildungsprojekte gehören. Es werden Anträge bevorzugt, die das Gedenken an lokale jüdische Gemeinden zum Ziel haben und die lokale Bevölkerung einbeziehen. Die Gesamtsumme, die für die Kofinanzierung aller ausgezeichneten Projekte bereitgestellt wird, beträgt 110.000 zloty. Bewerbungen können bis zum 5. März 2021 eingereicht werden.

Weitere Informationen zum Wettbewerb (auf Polnisch) finden Sie hier.

Fachkräfteinitiative.International

Die auf drei Jahre ausgelegte Initiative unterstützt den Fachkräfteaustausch, um Jugendarbeit zunehmend europäischer und internationaler zu gestalten. Gefördert werden dabei unter anderem Projekte, die neue Austausch- und Begegnungsformate erproben, Tools zur Unterstützung bei der Partnerfindung und der internationalen Zusammenarbeit entwickeln und junge Menschen einbeziehen. Neben fachlicher Beratung, Vernetzung und wissenschaftlicher Begleitung ist je nach Projekt auch eine finanzielle Förderung in Höhe von bis zu 50.000 Euro möglich.

Antragsfrist ist der 26. März 2021. Mehr Informationen zur Initiative und zu den Förderbedingungen finden Sie hier.

Fonds Soziokultur für junge Kulturinitiativen

„Der Jugend eine Chance“ ist eine Angebot des Fonds Soziokultur für junge Kulturinitiativen. Die Bewerbungen können junge Menschen zwischen 18 und 25 Jahren schreiben, die sich zu einer Initiative oder einem Verein zusammengeschlossen haben. Es muss aus dem Antrag erkennbar sein, dass das Projekt in eigener Verantwortung der Jugendlichen geplant und realisiert werden soll. Die Anträge können bis 2. Mai und 2. November eines Jahres eingereicht werden und die Förderquote betragen max. 4.000 Euro, in der Regel max. 80 % der Projektgesamtkosten. Mehr Informationen finden sich hier.

30 Jahre Nachbarschaftsvertrag – 30 Jahre SdpZ

Im Jahr 2021 begehen wir das 30. Jubiläum des Vertrags über gute Nachbarschaft und freundschaftliche Zusammenarbeit zwischen der Republik Polen und der Bundesrepublik Deutschland. Die Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit lädt ein, Anträge für eine Projektförderung im Rahmen der Jubiläumsprogrammlinie „30 Jahre Nachbarschaftsvertrag – 30 Jahre SdpZ“ mit deutsch-polnischem Bezug zu u.a. folgenden Themen einzureichen: historisch-politische Bildung, Klimawandel,  Bürgerbeteiligung, COVID-19, Zukunft des deutsch-polnischen Nachbarschaftsvertrages.

Anträge in einer Höhe von bis zu 30.000 zloty / 6.700 Euro können ab sofort bis zum 30. November 2021 gestellt werden. Mehr Informationen finden sich hier.

Im Explainity zum Thema Drittmittel finden Sie weitere Tipps und Hinweise.