Alles anzeigen
Experiment Austausch 2026

*Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik
Damit sich junge Menschen selbstbewusst in unserer sich rasant wandelnden und stark technologisierten Welt bewegen können, sind digitale Selbständigkeit, forschendes und entdeckendes Lernen grundlegend. Mit dem Förderprogramm Experiment Austausch regt das DPJW an, Fragen aus Naturwissenschaften, Mathematik, Informatik und Technik mit einem kreativen Ansatz zum Thema einer internationalen Jugendbegegnung zu machen. Ob Jugendliche gemeinsam einen Flugroboter bauen und auf eine Mission schicken, die Wasserqualität ihres Flusses untersuchen und über Nachhaltigkeit austauschen oder bei astronomischen Beobachtungen die Nacht zum Tag machen, entscheiden sie selbst.
Im Rahmen von „Experiment Austausch“ werden deutsch-polnische (ggf. mit einem Drittland) Projekte gefördert, die folgende Kriterien erfüllen:
- Die Begegnung hat ein MINT-Thema, das die Projektpartner gemeinsam ausgewählt haben.
- Programm des Treffens:
- ist um ein ausgewähltes Projektthema aufgebaut; die einzelnen Programmpunkte bauen aufeinander auf und führen zur Erreichung eines konkreten Ziels oder zur Erstellung eines konkreten Produkts;
- umfasst zu mindestens 50 % die Arbeit am MINT-Projekt, bei der die Teilnehmenden z. B. in Experimente, Forschungen, Analysen oder Diskussionen eingebunden sind und die durchgeführten Aktivitäten dokumentieren;
- enthält außerdem Elemente der Integration und des gegenseitigen Kennenlernens der Jugendlichen.
- Das gemeinsame Programm dauert zwischen 4 und 14 Tagen.
- Die Gruppe besteht aus maximal 50 Teilnehmenden im Alter von 12 bis 26 Jahren.
- In der Antragstellung wird ein detaillierter Plan der Ausgaben und Finanzierungsquellen für das Programm und die Reise vorgelegt.
- Aus dem Projekt entsteht eine Projektdokumentation – diese kann eine beliebige Form annehmen und muss in die Projektabrechnung einfließen.
WICHTIG: Projekte im Rahmen des Förderprogramms „Experiment Austausch“ können zwischen dem 1. April und dem 31. Dezember 2027 realisiert werden.
Sollten bei der Erstellung der Dokumentation zusätzliche Kosten entstehen, kann darüber hinaus die Förderung eines Kleinprojektes „4×1 ist einfacher” beantragt werden.
Die Anmeldefrist ist der 31. Januar 2027.
Eine Projektförderung muss per Online-Antrag über das Onlineportal OASE beantragt werden. Zusätzlich ist das ausgefüllte Anmeldeformular einzureichen.
Bei dem Programm „Experiment Austausch“ handelt es sich um einen Wettbewerb. Auch wenn alle Kriterien erfüllt sind, bedeutet das nicht automatisch die Aufnahme eines Projekts in das Programm „Experiment Austausch“ und die Förderung in der oben genannten Form.
Die Entscheidung über die Förderung trifft eine Jury. Ihr Beschluss ist unanfechtbar und wird Ihnen spätestens vier Wochen nach Ablauf der oben genannten Frist mitgeteilt.
Projekte, die sich für das Programm „Experiment Austausch“ nicht qualifiziert haben, aber die allgemeinen Förderkriterien erfüllen, können entsprechend der zu diesem Zeitpunkt geltenden Fördersätze und Bestimmungen für regulär geförderte Projekte bezuschusst werden, sofern ausreichend Fördermittel zur Verfügung stehen.
Die Gewinnung eines Projektpartners stellt bereits den ersten Schritt der Projektumsetzung dar. Wenn Sie daran Interesse haben, mit einer Schule in Polen in Verbindung zu kommen, können Sie in unserer Projektpartnerbörse nachschauen und posten oder sich direkt an die Koordinatorin des Förderprogramms „Experiment Austausch“ wenden. Verfolgen Sie bitte auch das Angebot auf unserer Internetseite oder abonnieren Sie unseren Newsletter, in dem wir jeden Monat über Neuigkeiten aus dem DPJW berichten.
Sherpa ist das Internetangebot des DPJW zur Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). Sie finden dort Hintergrundwissen, Themen, Methoden und Beispielprojekte rund um die nachhaltige Entwicklung. Nutzen Sie es als Anregung, diesen Aspekt in internationale Jugendbegegnungen und MINT-Projekte einzubringen! Mehr
Die Lernwelt, die das DPJW in Zusammenarbeit mit der Initiative „MINT-Campus“ entwickelt hat, richtet sich an Personen, die deutsch-polnische Jugendbegegnungen mit MINT-Schwerpunkt organisieren. Das Angebot fördert Kompetenzen in den Bereichen Methodik der MINT-Bildung, Beteiligung von Jugendlichen, Zusammenarbeit in internationalen Teams sowie Qualitätssicherung bei Projekten. Es enthält Beispiele guter Praxis beim Experimentieren, didaktische Materialien und Beispiele für attraktive Lerneinheiten aus den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik, die sich direkt umsetzen lassen. Zu den Themen gehören künstliche Intelligenz (KI), Klimawandel, nachhaltige Entwicklung und andere aktuelle Herausforderungen der modernen MINT-Bildung.
Hier geht’s zur Lernwelt

Projektbeispiele
Suchen Sie noch Ideen für Online-Begegnungsprojekte zu MINT-Themen? Hier finden Sie eine Auswahl an Inspirationen für Online-Workshops, virtuelle Labore, Material und Portale zum Stöbern.
Good practice
Alles anzeigen
Schülerinnen und Schüler der Integrierten Gesamtschule Melle und der Grundschule Nr. 34 in Olsztyn experimentierten bei Workshops zu Zweit und in Kleingruppen, probierten sich im 3D-Druck und im Programmieren von Robotern aus und besuchten das Planetarium der Stadt.
Im Mittelpunkt des Projekts standen Kommunikation und Teamarbeit. Bei einer zweisprachigen Stadtrallye erkundeten die Teilnehmenden Olsztyn und lernten die Geschichte der Region kennen. Weitere Höhepunkte waren Besuche im Experimentarium „Kortosfera“ in Olsztyn und im Science Centre „Experyment“ in Gdynia, wo praktische Experimente Naturwissenschaft greifbar machen. Ein kurzer Ausflug ans Meer rundete das Programm ab.
Während der Woche hielten die Schülerinnen und Schüler ihre Eindrücke in einem Austauschtagebuch fest, das am Ende zur Auswertung genutzt wurde. Nach einer intensiven und erlebnisreichen Zeit fiel der Abschied schwer, da während des Projekts viele Freundschaften entstanden waren.
Wann und wo?
08.-15.05.2025 in Olsztyn
Projektveranstalter:
Szkoła Podstawowa nr 34 im. Józefa Malewskiego w Olsztynie
Integrierte Gesamtschule Melle
Im April 2025 fand ein Treffen von Schülerinnen und Schülern der St.-Johannis-Schule in Bremen und der Grundschule der südpolnischen Stadt Gromnik statt.
Die Jugendlichen besuchten den Imkerverein, wo sie das Leben und die Gewohnheiten der Bienen sowie die Arbeit eines Imkers kennenlernten. Sie konnten in einen Bienenstock hineinschauen, verschiedene Honigsorten probieren und erfahren, wie Bienenprodukte entstehen.
Während der Workshops in der Schule sahen die Teilnehmenden einen Film über Wildbienen und bauten anschließend in gemischten Gruppen Insektenhotels, wobei sie viel Kreativität und Teamgeist zeigten. Beim gemeinsamen Kochen lernten sie, wie vielseitig Honig auch in der Küche verwendet werden kann.
Am letzten Tag fand ein Ausflug zur Umweltstation und ein Spaziergang durch Bremen statt. Die Schülerinnen und Schüler entdeckten die Natur vor Ort, beobachteten Tiere und Pflanzen und erstellten ein zweisprachiges naturwissenschaftliches Wörterbuch. Zum Abschluss besuchten sie das Wissenschaftsmuseum Universum, wo sie naturwissenschaftliche Phänomene selbst erforschen und erleben konnten. Das Projekt endete mit einer gemeinsamen Reflexion und dem Austausch von Eindrücken und Erfahrungen.
Wann und wo:
22.-26.04.2025 in Bremen
Projektveranstalter:
St. Johannis-Schule Oberschule und Gymnasium in Bremen
Projektdokumentation auf Facebook

Alles beginnt mit Wasser
Beim zweiteiligen MINT-Projekt „Alles beginnt mit Wasser“ untersuchten die Schüler/-innen die Wasserqualität verschiedener deutscher und polnischer Flüsse und verglichen sie miteinander. In Workshops beschäftigten sie sich in Experimenten mit (virtuellem) Wasser, Klimaschutz und naturwissenschaftlichen Methoden. Auch bei einem konsumkritischen Stadtrundgang und beim Sport drehte sich alles um das Thema Wasser. Als Highlight stellten die Jugendlichen mithilfe von Stickstoff Eis her. Das Projekt sollte das Interesse der Jugendlichen an MINT-Themen wecken und vertiefen, um das ökologische Bewusstsein der Schüler/-innen zu stärken und sie zu ökologischem Handeln zu motivieren. Bei allen Aktivitäten konnten sich die Jugendlichen mit eigenen Ideen einbringen und haben erlebt, wie interessant es ist, selbst zu experimentieren.

Wann und wo:
10.-16.09.2023 20.-27.04. 2024 in Saarlouis und Warschau
Projektveranstalter:
Robert-Schuman-Gymnasium, Saarlouis
CXXXVII Liceum Ogólnokształcące z Oddziałami Dwujęzycznymi im. Roberta Schumana in Warschau
Experiment Austausch: Interdisziplinäres Projekt im MINT-Bereich
Die interdisziplinäre Begegnung von Jugendlichen aus Bochum und Wrocław bestand aus zwei Phasen. Zunächst bauten die Schüler/-innen in der Schule durch Mausefallen angetriebene Fahrzeuge und bereiteten ihre Erfindungen anschließend für einen Wettbewerb mit den Kategorien Geschwindigkeit, Entfernung und Idee vor. Darüber hinaus experimentierten die Schüler/-innen mit Robotik, entwarfen und erstellten Steuerungen für Beleuchtungsanlagen und probierten 3D-Modellierung aus.
Während der zweiten Etappe absolvierten die Schüler/-innen ein Praktikum bei Gestamp, einem Unternehmen, das Metallteile und Baugruppen entwirft, herstellt und vertreibt. Die Jugendlichen erhielten praktischen Unterricht in Qualitätskontrolle im Labor (Messungen und Dokumentation) sowie in der Wartungsabteilung (Beheben möglicher Fehler und Ausfälle).
Das zweiwöchige Projekt endete mit einer feierlichen Abschlussveranstaltung, bei der die Schüler/-innen mit interessanten und teils witzigen Multimedia-Präsentationen ihre Erlebnisse in der Schule, am Arbeitsplatz und in der Freizeit vorstellten.

Wo und wann:
12.-26.09.2023 in Wrocław (Breslau)
Projektveranstalter:
TBS 1 – Berufskolleg der Stadt Bochum
Zespół Szkół nr 18 in Wrocław (Breslau)
Ohne Chemie keine Zukunft
Der Austausch „Ohne Chemie keine Zukunft“ zwischen Jugendlichen der Partnerstädte Meißen und Legnica war die Fortsetzung eines MINT-Projektes, das im September 2023 in Polen stattgefunden hatte. Das umfangreiche Programm hatten die Schüler/-innen größtenteils selbst erarbeitet: Es umfasste Laborpraktika an den Universitäten Freiberg und Dresden, eine Exkursion zu Sachsens größtem Chemiebetrieb WACKER Silikonchemie Nünchritz, Workshops sowie gemeinsames Kochen. So konnten die Jugendlichen aus Legnica die Partnerstadt kennenlernen und etwas über die Lebensverhältnisse, Ausbildungsbedingungen und -perspektiven für Jugendliche in Meißen erfahren. Außerdem gab es wissenschaftlichen Austausch über Chemie sowie deren Potenzial und Entwicklungsfelder. Nicht zuletzt war die Begegnung der Jugendlichen der beste Beweis dafür, dass die seit 2017 bestehende Städtepartnerschaft zwischen Meißen und Legnica lebendig ist und sich weiterentwickelt.

Wo und wann:
8.-11.01.2024 in Meißen
Projektveranstalter:
Gymnasium Franziskaneum Meißen
V Liceum Ogólnokształcące im. Jana Heweliusza in Legnica
Naturworkshop „Dem Wasser die Hand reichen“
Während des Naturworkshops beschäftigten sich die Jugendlichen theoretisch und praktisch mit Umweltfragen. In deutsch-polnischen Teams untersuchten sie die Wasserqualität des Resko Przymorskie-Sees sowie seiner Zuflüsse und eines Kanals. Auch lernten die Teilnehmenden mehr über den Wald und seine Umgebung: So versuchten sie bei einem Lernspiel, Waldfrüchte zu unterscheiden und zu benennen. Nachmittags fanden Laborworkshops statt, bei denen gemischte Teams wissenschaftliche Experimente zur Photosynthese sowie zum Pascalschen Gesetz und dem Archimedischen Prinzip durchführten. Zu Ende ging das Projekt mit einem Umweltquiz.

Wann und wo:
20.-26.08.2023 in Dźwirzyno
Projektveranstalter:
Uckermärkischer Bildungsverbund gGmbH
Fundacja Wspierania Rozwoju Pro Synergia
Was haben Flechten mit Radfahren zu tun?
Im Mittelpunkt des Projekts standen Ökologie und körperliche Betätigung. Die Teilnehmenden beschäftigten sich mit den Auswirkungen menschlichen Handelns auf die Natur, vor allem in Form von Luftverschmutzung. Hierfür verglichen die Jugendlichen die Luftqualität in Deutschland und Polen sowie die Einstellung der Öffentlichkeit zu umweltfreundlichen Verkehrsmitteln. Auch eine Fahrradtour stand auf dem Programm, bei der die Jugendlichen Flechten an Bäumen suchten und sie fotografierten. Anschließend erstellten sie in deutsch-polnischen Teams Plakate zu ihren Ergebnissen. Außerdem besuchte die Gruppe ein Zentrum für Umweltbildung (Małopolskie Centrum Edukacji Ekologicznej in Ciężkowice), wo sie sich die interaktive Ausstellung „Erde-Wasser-Luft“ anschaute. So vorbereitet diskutierten sie gemeinsam, wie umweltfreundliche Lösungen für die Zukunft aussehen könnten.

Wann und wo:
15.-20.05.2023 in Gromnik
Projektveranstalter:
Ganztagsgymnasium Theresianum Mainz
Film-Bericht vom Projekt:
https://pogorze24.pl/pnwm-eksperyment-wymiana-2023-zs-w-gromnku/174429/
urbanism meets ecology
Bei dem Projekt beschäftigten sich die Teilnehmenden mit Umweltschutz sowie mit Wasser-, Boden- und Luftverschmutzung. Das Projekt zielte auch darauf ab, die seit 2021 bestehende Zusammenarbeit zwischen den Schülerinnen und Schülern der deutschen und polnischen Schule auszubauen. Die Jugendlichen entwickelten bei ihren Begegnungen eine einheitliche Forschungsmethodik zu Themen aus dem Bereich Umweltschutz. Die Ergebnisse stehen im Internet auf einer eigenen Projektseite zur Verfügung, auf der Dokumentationen, Fotoreportagen, Presseartikel und anderes zu finden sind, die über die Forschungen und MINT-Projekte der letzten Jahren informieren.

Wo und wann:
12.-16.06.2023 in Białystok
Projektveranstalter:
Akademickie Liceum Ogólnokształcące Politechniki Białostockiej
Weitere Informationen
Internetseite mit Dokumentation von MINT-Projekten, die von Schülerinnen und Schülern der Partnerschulen durchgeführt wurden:
Gesammelte Forschungsergebnisse:
Gesammelte Forschungsergebnisse
Bericht zum Treffen im Juni 2023:
Film – Deutsch-polnische Schülerkooperation im MINT-Projekt:
Eintauchen in die Realität
Wasser ist eine lebenswichtige Ressource, deren Erhalt und Schutz für zukünftige Generationen grundlegend ist. Der thematische Schwerpunkt der Begegnungen der beiden Schulen wollte daher das Bewusstsein der Schüler/-innen für die globale Wasserkrise schärfen und sie ermutigen, aktiv an der Lösung von Umweltproblemen mitzuwirken.
Auf dem Programm standen u. a. ein Besuch der örtlichen Wasserwerke, die Entnahme von Proben am Bodensee, am Neckar in Stuttgart, im Schwarzwald und an Gewässern in Trossingen und Gdańsk. Die Proben wurden anschließend analysiert, um die Wasserqualität in den jeweiligen Regionen zu untersuchen und zu verstehen, was für eine Herausforderung Wasserverschmutzung ist.
Wo und wann:
06.-12.04.2024 in Gdańsk (Danzig) und 11.-17.05.2024 in Trossingen
Projektveranstalter:
Chrzescijańskie Autorskie Liceum Ogólnokształcące w Gdańsku
Förderung aus mehreren Quellen
Grundsätzlich können Sie eine Förderung des DPJW mit der anderer Geldgeber kombinieren – etwa, wenn Sie Zuschüsse von einer privaten Stiftung erhalten oder lokale Sponsoren finden. Es gibt jedoch einige wichtige Ausnahmen, die wir hier für Sie zusammengestellt haben:
Womit kann ich eine DPJW-Förderung NICHT kombinieren?
Bitte machen Sie sich mit den Informationen vertraut, um zu vermeiden, dass das DPJW Ihren Antrag aus formellen Gründen ablehnen muss.




