Trilaterale Projekte

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Förderung trilateraler Projekte

An einer deutsch-polnischen Jugendbegegnung können auch Jugendliche aus einem dritten Land teilnehmen – egal ob aus einem anderen europäischen Land oder einem außereuropäischen. Für die Förderung trilateraler Projekte in Deutschland oder in Polen gelten grundsätzlich dieselben Voraussetzungen wie für rein deutsch-polnische Projekte. Genaue Informationen zu den Sonderregelungen finden Sie unten.

Beachten Sie: Internationale Projekte mit Teilnehmenden aus vier oder mehr Ländern können wir nicht unterstützen.

Förderkriterien

Die Teilnahme von Jugendlichen und Betreuern aus einem dritten Land können wir über die Programmkosten fördern.

Auch an den Reisekosten der Jugendlichen aus dem Drittland können wir uns beteiligen, ab der deutschen bzw. polnischen Grenze zum Veranstaltungsort.

Für Projekte im Land des Drittpartners sowie für trilaterale Jugendbegegnungen mit Ländern der Östlichen Partnerschaft oder Russland gelten Sonderregelungen (s. unten).

Trilaterale Projekte mit Frankreich, Tschechien und Israel

Für die Förderung trilateraler Projekte mit Jugendlichen aus Deutschland, Polen und Frankreich gibt es eine Absprache mit dem Deutsch-Französischen Jugendwerk (siehe Downloads rechte Spalte).

Auch für trilaterale Projekte mit Tschechien und Israel gibt es eine Absprache mit Tandem – Koordinierungszentrum Deutsch-Tschechischer Jugendaustausch und Conact – Koordinierungszentrum Deutsch-Israelischer Jugendaustausch.

In der Regel fördert das DPJW diese Projekte, wenn sie in Deutschland oder Polen stattfinden. Fragen Sie dazu am besten direkt bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Förderreferate nach.

Projekte im Drittland

Seit 2018 kann das Deutsch-Polnische Jugendwerk auch trilaterale Begegnungen im Land des Drittpartners fördern. Das DPJW darf dafür jährlich 1 Prozent des Förderhaushalts verwenden.

Allgemeine Hinweise

1. Es gelten die aktuellen Richtlinien des DPJW.

2. Die Partnerorganisationen / Partnerschulen aus Polen, Deutschland und Drittland haben in der gleichen Partnerkonstellation innerhalb der letzten fünf Jahre bereits mindestens ein Projekt in Polen und ein Projekt in Deutschland durchgeführt und abgerechnet. Wenn die bereits durchgeführten Projekte nicht aus DPJW-Mittlen gefördert wurden, muss der Antragsteller anderweitig einen Nachweis vorlegen, dass bereits Projekte stattgefunden haben.

3. Die Anträge werden im DPJW-Büro Warschau oder Potsdam oder auch in der zuständigen Zentralstellen des DPJW – entsprechend der üblichen Verantwortlichkeiten – bearbeitet.

 

Wer beantragt die Förderung der Programmkosten und den Zuschuss zum Honorar für Sprachmittlung?

Diese Förderung wird vom deutschen oder polnischen Partner beantragt (im Antrag trägt sich dieser als GASTGEBER ein) und über diesen bewilligt und abgerechnet.

a) Projekte im Drittland mit Partnern aus Ländern in Mittel- und Osteuropa (ohne Östliche Partnerschaft und Russland siehe Sonderregelungen unten): Programm- und Sprachmittlerkosten werden in der Regel vom Partner aus Polen in PLN beantragt. Wenn die Programmkosten vom Partner aus Deutschland beantragt werden, wird die Bewilligungssumme in EUR in Anlehnung an die PLN-Festbeträge berechnet.

b)  Für Projekte mit und in Ländern der Östlichen Partnerschaft und Russland siehe Sonderregelungen unten.

c) Projekte im Drittland mit Partnern aus allen übrigen Ländern: Programm- und Sprachmittlerkosten werden in der Regel vom Partner aus Deutschland in EUR beantragt. Wenn die Programmkosten vom Partner aus Polen beantragt werden, wird die Bewilligungssumme in PLN in Anlehnung an EUR-Festbeträge berechnet.

 

Förderung anderer Kosten

1. Reisekosten für polnische und deutsche Teilnehmenden werden mit der Kilometerpauschale gemäß den DPJW-Richtlinien errechnet.

2. Vor- / oder Nachbereitungstreffen des Leitungsteams im Drittland sind nach oben genannten Regeln möglich, dh. der GASTGEBER kann diesen Zuschuss für den Partner aus dem Drittland beantragen.

3. Vor- und/oder Nachbereitungstreffen der Jugendlichen im eigenen Land können nach den Richtlinien gefördert werden. Der GASTGEBER kann diesen Zuschuss für den Partner aus dem Drittland beantragen.

 

Wie wird der Antrag gestellt?

1. Zur Antragstellung nutzen Sie bitte das Online-Portal OASE. Sie können dort das eigentliche Projektland und den Ort der trilateralen Begegnung angeben.

2. Bei Antragstellung trägt sich als GASTGEBER der Partner ein, der die Förderung zu Programmkosten und Sprachmittlung beantragt. Das kann nur der polnische oder der deutsche Partner sein.

3. Als Gast trägt sich dann die zweite Partnerorganisation / Schule aus Deutschland oder Polen ein.

4. Die Daten des Partners im Drittland werden in der Anlage „Trilaterales Projekt“ erfasst.

5. Der Punkt bezüglich der Reisekosten wird sowohl vom polnischen als auch vom deutschen Partner ausgefüllt (für den deutschen Partner in EUR, für den polnischen Partner in PLN), unabhängig davon, welcher Partner die Programmkostenzuschüsse für den Aufenthalt im Drittland beantragt.

 

Wie wird abgerechnet?

1. Zur Abrechnung müssen die bei deutsch-polnischen Begegnungen üblichen Nachweise vorgelegt werden. Diese werden jeweils im Bewilligungsschreiben aufgelistet.

2. Der Zuschuss zu den Programm- und Sprachmittlerkosten muss an den Partner im Drittland gegen Quittung ausgezahlt werden. Diese Auszahlungsquittung muss der Abrechnung beigelegt werden.

3. Erforderlich ist eine detaillierte Aufstellung der Einnahmen und Ausgaben der Programmkosten (getrennt: Kosten der Begegnung und ggf. des Vor- und/oder Nachbereitungstreffens). Ausgaben in der Währung des Gastlandes müssen nachvollziehbar (unter Angabe von Quelle und Datum des Umrechnungskurses) in EUR oder PLN umgerechnet werden. Fremdsprachige Dokumente sollen in deutscher oder polnischer Sprache beschrieben werden.

4. Die Kopien der relevanten Quittungen sollen durch den polnischen oder deutschen Antragsteller bestätigt (Übereinstimmung mit dem Original) und in deutscher oder polnischer Sprache beschrieben werden.

5. Für alle Rechnungen, die vor Ort vom Partner im Drittland aus DPJW-Mitteln gefördert werden, muss der für die Abrechnung der Programmkosten zuständige Antragsteller (GASTGEBER) Kopien anfertigen und im Falle einer Prüfung vorlegen können.

Förderung von trilateralen Jugendbegegnungen mit Ländern der Östlichen Partnerschaft oder Russland

Trilaterale Zusammenarbeit mit Ländern der Östlichen Partnerschaft (Armenien, Aserbaidschan, Belarus, Georgien, Moldau und Ukraine) oder Russland ist dem DPJW seit seiner Gründung ein wichtiges Anliegen. Insbesondere deutsch-polnische Jugendbegegnungen mit den östlichen Nachbarländern Polens erfreuen sich einer großen Beliebtheit. Seit mittlerweile sieben Jahren hat das DPJW die Möglichkeit, dank der Unterstützung des Auswärtigen Amtes im Rahmen des Programms „Ausbau der Zusammenarbeit mit den Zivilgesellschaften in Ländern der Östlichen Partnerschaft und Russland“, solche Projekte besser zu fördern, als dies im Regelfall geschieht.

Diese Begegnungen werden mit erhöhten Festbeträgen des DPJW bezuschusst (s. Tabelle in der rechten Spalte). Es ist auch eine Förderung von trilateralen Projekten im Drittland möglich.

WICHTIG!

Antragstellung und Abrechnung von trilateralen Jugendbegegnung mit einem Land der Östlichen Partnerschaft oder Russland ist nur über das OASE-Portal möglich!

Projekte in Deutschland

Bei Projekten in Deutschland sollen Anträge des Gastgebers (auch auf eine Förderung der Reisekosten des Partners aus dem Drittland) direkt an das DPJW gerichtet werden. Für die voraussichtlichen Reisekosten der Teilnehmenden aus einem Land der Östlichen Partnerschaft reichen Sie bitte eine Kostenaufstellung ein. Gefördert werden bis zu 90% der angemessenen und nachweisbaren Kosten vom Wohn- bis zum Programmort (Transport, Versicherung, ggf. Visagebühren) der Teilnehmenden. Dies sind bis zu 250 Euro pro Person für Teilnehmende aus der Ukraine, Belarus und dem Kaliningrader Gebiet sowie bis zu 350 Euro pro Person für Teilnehmende aus Armenien, Aserbaidschan, Georgien, Moldau (je nach Entfernung auch aus der Ostukraine oder Russland).

Im Falle der Reisekosten von Teilnehmenden aus Polen sowie der Programmkosten aller Teilnehmenden gelten erhöhte Festbeträge für besondere DPJW-Förderprogramme (s. Tabelle in der rechten Spalte).

Projekte in Polen

Im Falle der Bezuschussung der Reisekosten von Teilnehmenden aus einem Drittland nach Polen gelten folgende Festbeträge: bis zu 800 Zloty pro Person für Teilnehmende aus der Ukraine, Belarus und Russland (Kaliningrader Gebiet) und bis zu 1 200 Zloty pro Person für Teilnehmende aus Armenien, Aserbaidschan, Georgien, Moldau (je nach Entfernung auch aus der Ostukraine oder Russland). Gefördert werden bis zu 90% der angemessenen und nachweisbaren Kosten vom Wohn- bis zum Programmort (Transport, Reiseversicherung, ggf. Visagebühren) der Teilnehmenden. Reichen Sie bitte eine Kalkulation der voraussichtlichen Kosten für die Reise aus dem Drittland ein.

Reisekosten der Teilnehmenden aus Deutschland sowie Programmkosten aller Teilnehmenden werden mit erhöhten Festbeträgen für besondere DPJW-Förderprogramme bezuschusst (s. Tabelle in der rechten Spalte).

Projekte im Land der Östlichen Partnerschaft oder in Russland

Antragsteller ist in diesem Falle der Projektpartner aus Deutschland. Bei den Programmkosten gelten die polnischen Festbeträge der DPJW-Richtlinien, umgerechnet in Euro (s. Tabelle in der rechten Spalte).

Der Zuschuss zu den Reisekosten für die deutsche Gruppe in die Drittländer kann je nach Entfernung bis zu 250 oder bis zu 350 Euro pro Person betragen (analog zu der Bezuschussung von Reisekosten aus den Drittländern nach Deutschland, siehe oben).

Der Zuschuss zu den Reisekosten für die polnische Gruppe in die Drittländer kann je nach Entfernung bis zu 800 oder bis zu 1200 Zloty pro Person betragen (analog zu der Bezuschussung von Reisekosten aus den Drittländern nach Deutschland, siehe oben).

Online- und hybride Projekte

Festbeträge für solche Projekte sind in der Tabelle in der rechten Spalte zu finden. Bei den Programmkosten der Gruppe aus dem Drittland gelten die polnischen Festbeträge der DPJW-Richtlinien, umgerechnet in Euro. In dem Fall fungiert der deutsche Partner als Gastgeber. Er beantragt einen Programmkostenzuschuss und ggf. eine weitere Förderung auch in Namen des Projektpartners aus dem Drittland und richtet seinen Antrag direkt an das DPJW. Allgemeine Kriterien für solche Projekte finden Sie unter „Online- und hybride Projekte“.

Inhaltliche Unterstützung

Begleitend zum Förderprogramm bietet das DPJW eine Reihe von weiteren Angeboten zur Unterstützung der trilateralen Zusammenarbeit mit den ÖPR-Ländern oder mit Russland:

  • das Portal TRIYOU zur Vernetzung, gemeinsamer Projektplanung und Projektbewerbung für trilateralen Jugendbegegnungen (insbesondere mit der Ukraine),
  • das jährliche Forum bzw. Seminar für den trilateralen Austausch mit der Ukraine,
  • den trilateralen Sprachführer mit Ukrainisch und Russisch (in Planung Belarussisch) und andere Publikationen.

 

Bitte beachten Sie die im 2021 gültigen DPJW-Festbeträge für trilaterale Jugendbegegnungen mit Ländern der Östlichen Partnerschaft oder Russland, die in der rechten Spalte zu finden sind. Bei Fragen, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung
(s. Kontakt).

Die Mittel im Rahmen des Förderprogramms sind begrenzt.

 

 

 

Eine Förderung durch das DPJW ist nicht vereinbar mit einer gleichzeitigen Förderung:

  • aus Mitteln des Kinder- und Jugendplans des Bundes,
  • durch das polnische Ministerium für Bildung und Wissenschaft (poln.: Ministerstwo Edukacji i Nauki, MEiN) im Rahmen des internationalen Austauschs.