Zwischen Erinnerung und Zukunft. Aktuelle Herausforderungen in der Gedenkstättenpädagogik

Was haben Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg mit der heutigen Welt zu tun? Und wie kann man über diese Themen sprechen, wenn die letzten Zeitzeuginnen und Zeitzeugen von uns gegangen sind?

Wie lässt sich die Erinnerung an die nationalsozialistischen Verbrechen und den Holocaust an kommende Generationen weitergeben? Welche Rolle können die zweite und weitere Generationen der Überlebenden spielen? Können neue Technologien dabei helfen, die persönliche Dimension von Zeitzeugnissen zu bewahren? Und wie kann es gelingen, dass historische Bildung nicht nur Lernen über die Vergangenheit ist, sondern auch Raum für Gespräche über das schafft, was heute um uns herum geschieht?

Die Internationale Jugendbegegnungsstätte in Oświęcim/Auschwitz lädt vom 21. bis zum 25. November 2026 zu einem deutsch-polnischen Seminar in Oświęcim ein, bei dem die Teilnehmenden die historische Perspektive mit aktuellen Herausforderungen verbinden und gemeinsam nach Antworten auf Fragen suchen, die sie beschäftigen.

Den Ausgangspunkt bildet die 40-jährige Erfahrung der Internationalen Jugendbegegnungsstätte in Oświęcim/Auschwitz mit der Organisation von deutsch-polnischen Jugendbegegnungen und in der historisch-politischen Bildung.

Programm

Auf dem Programm stehen unter anderem:

  • Begegnungen mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen, ehemaligen Häftlingen des KZ Auschwitz und anderer nationalsozialistischer Konzentrationslager sowie mit Angehörigen der zweiten Generation von Überlebenden;
  • Präsentation neuer Technologien in der Bildungsarbeit mit Jugendlichen, darunter Hologramme von Zeitzeuginnen und Zeitzeugen;
  • Besuch der Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau;
  • Podiumsdiskussionen, Vorträge und Debatten;
  • Praktische Beispiele und Good Practices aus der Arbeit mit Jugendlichen;
  • Gespräche über Gedenkstättenpädagogik, Erinnerung und Geschichte;
  • Erfahrungsaustausch und Networking;
  • Reflexion über die Zukunft des deutsch-polnischen Jugendaustauschs;
  • Gemeinsame Erarbeitung von Schlussfolgerungen, Empfehlungen und neuen Ideen.

Zielgruppe

Die Veranstaltung richtet sich an Personen, die internationale Jugendbegegnungen organisieren und durchführen sowie in der Bildungsarbeit, an Schulen, in Organisationen, Institutionen, Gedenkstätten und Museen tätig sind. Die Organisatoren möchten einen offenen Raum für Erfahrungsaustausch, inspirierende Gespräche und gegenseitiges Kennenlernen schaffen und gemeinsam mit den Teilnehmenden nach neuen Ideen und Good Practices für die internationale Jugendarbeit suchen.

Organisatorische Informationen

Termin: 21. – 25. November 2026

Ort: Internationale Jugendbegegungsstätte (IJBS) in Oświęcim/Auschwitz

Die Organisatoren übernehmen die Kosten für Unterkunft und Verpflegung in der Internationalen Jugendbegegungsstätte. Teilnehmende aus Deutschland erhalten eine Erstattung der Reisekosten gemäß den Fördersätzen des Deutsch-Polnischen Jugendwerks (DPJW). Der Zuschlag für ein Einzelzimmer beträgt 50 Euro / 200 Złoty

Die Teilnahmegebühr beträgt 25 Euro (Teilnehmende aus Deutschland) bzw. 100 Złoty (Teilnehmende aus Polen).

Das Seminar wird simultan verdolmetscht (Deutsch/Polnisch).

Anmeldung

Die Anmeldung erfolgt über ein Online-Formular.

Anmeldeschluss: 31. Oktober 2026

Die Anzahl der Plätze ist begrenzt.

Die Ausschreibung ist auch auf der Internetseite des IJBS Oświęcim/Auschwitz veröffentlicht.

 

Das Seminar findet mit finanzieller Unterstützung des Deutsch-Polnischen Jugendwerks statt.