Engagement im Rahmen des Weimarer Dreiecks
Seit seiner Gründung im Juni 1991 engagiert sich das Deutsch-Polnische Jugendwerk (DPJW) neben seiner Kerntätigkeit, der Förderung des Jugendaustauschs zwischen Deutschland und Polen, auch für die deutsch-polnisch-französische Jugendzusammenarbeit im Rahmen des Weimarer Dreiecks. Dessen Geschichte begann ebenfalls 1991. Bei seinen Aktivitäten arbeitet das DPJW eng mit dem Deutsch-Französischen Jugendwerk (DFJW) zusammen.
Im Zentrum steht die Förderung trilateraler Jugendbegegnungen, die Durchführung von Fachprogrammen wie Trainer/-innenausbildungen oder Sprachanimationsworkshops, die Herausgabe von Publikationen sowie verschiedene Initiativen zur Stärkung der deutsch-polnisch-französischen Zusammenarbeit.
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Im Rahmen des Weimarer Dreiecks arbeitet das DPJW eng mit dem Deutsch-Französischen Jugendwerk (DFJW) zusammen. Das Engagement umfasst neben der inhaltlichen und finanziellen Förderung des deutsch-polnisch-französischen Jugendaustauschs auch gemeinsame Initiativen zur Stärkung des trilateralen Jugendaustauschs und des europäischen Zusammenhalts, wie
- Impulse zur Partizipation junger Menschen am kulturellen Leben (JugendLabor zum bis 2025 bestehenden KulturPass),
- die Einführung eines gemeinsamen Labels für deutsch-polnisch-französische Jugendbegegnungen
- oder die Zusammenarbeit beim Projekt „TriM“ anlässlich der Fußballeuropameisterschaft der Männer im Jahr 2016.
Für ihr Engagement im Rahmen des Weimarer Dreiecks wurden das DPJW und das DFJW 2004 mit dem Carlo-Schmid-Preis und 2007 mit dem Adam-Mickiewicz-Preis ausgezeichnet.
Die inhaltliche und finanzielle Unterstützung der trilateralen Jugendzusammenarbeit ist ein wichtiges Anliegen des Deutsch-Polnischen Jugendwerks (DPJW). Jugendbegegnungen und Projekte für Fachkräfte mit Teilnehmenden aus Deutschland, Frankreich und Polen können dabei entweder durch das Deutsch-Polnische Jugendwerk oder durch das Deutsch-Französische Jugendwerk gefördert werden. Einzelheiten regelt eine Absprache der beiden Jugendwerke. Nähere Informationen finden Sie hier.
Begegnungen junger Menschen sind ein wichtiger Baustein in der Zusammenarbeit im Rahmen des Weimarer Dreiecks. Um den Stellenwert der deutsch-polnisch-französischen Zusammenarbeit im Jugendaustausch zu unterstreichen, haben das Deutsch-Polnische Jugendwerk und das Deutsch-Französische Jugendwerk 2025 ein gemeinsames Label entwickelt. Es wird an Projekte vergeben wird, die den Austausch zwischen Deutschland, Polen und Frankreich fördern. Ziel ist es, die Vielfalt und Tragweite des deutsch-polnisch-französischen Jugendaustauschs sowie das damit einhergehende Engagement junger Menschen und Organisationen im Weimarer Dreieck hervorzuheben und sichtbar zu machen.
Ausgezeichnete Projekte finden Sie auf der Themenseite zum Weimarer Dreieck des DFJW.

© Ina Meillan
Die Geschichte des Weimarer Dreiecks reicht in das Jahr 1991 zurück, als sich am 28. August 1991 in Weimar die Außenminister Hans-Dietrich Genscher, Roland Dumas und Krzysztof Skubiszewski trafen. Sie bekräftigten die besondere Verantwortung ihrer Länder für den Prozess der europäischen Integration. Das Treffen gilt als die Geburtsstunde des Weimarer Dreiecks als der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit Deutschlands, Polens und Frankreichs. Nach der Gründung des Deutsch-Polnischen Jugendwerks (DPJW) im Juni 1991, das mit seiner 1963 gegründeten Schwesterorganisation, dem Deutsch-Französischen Jugendwerk (DFJW), die Jugendzusammenarbeit zwischen den drei Ländern voranbringen sollte, wurde mit dem Weimarer Dreieck die deutsch-polnisch-französische Zusammenarbeit offiziell auch auf politischer Bühne etabliert und in einer gemeinsamen Erklärung der drei Außenminister besiegelt.
Das Anliegen seiner Gründer war es, sich gemeinsam für den europäischen Integrationsprozess stark zu machen und die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen den drei Ländern auszubauen. Wichtige politische Meilensteine waren der Beitritt Polens zur NATO (1999) und zur Europäischen Union (2004). Seit Gründung des Weimarer Dreiecks haben sich vielfältige Initiativen auf politischer, kultureller und zivilgesellschaftlicher Ebene sowie eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Parlamenten, Kommunen und Regionen entwickelt.
Für junge Menschen aus Deutschland, Polen und Frankreich ist die enge Verbundenheit der drei Länder eine Selbstverständlichkeit und Freundschaften, Studium und Reisen über Ländergrenzen hinweg gehören auch dank der gemeinsamen Weimarer Initiative von 1991 zu ihrem europäischen Alltag.