Situation an den Schulen in Deutschland

Situation an den Schulen in Deutschland

Die Schulen in Deutschland planen nach und nach, ab dem kommenden Schuljahr wieder weitgehend regulären Unterricht anzubieten. Doch einige regional beschränkte Corona-Ausbrüche zeigen, dass auch kurzfristig schnell wieder Entscheidungen zurückgenommen werden müssen, um die Infektionsketten zu durchbrechen. So stellt sich die Situation für die Schulen im Moment dynamisch dar. Das betrifft auch die Planung von gemeinsamen Fahrten und internationalem Schulaustausch. Viele Bundesländer haben Fahrten und Schulaustausch bis zum Ende der Herbstferien untersagt, einige sogar bis Jahresende.

Die Initiative »Austausch macht Schule« hat auf ihrer Seite Informationen zu den Corona-Regelungen in den einzelnen Bundesländern zusammengestellt. Auszüge daraus lesen Sie hier.

Eine Gewähr für Vollständigkeit und Aktualität aller Angaben kann nicht übernommen werden. Sollten Ihnen weitergehende Regelungen oder Entscheidungen (z.B. von Schulbehörden) bekannt sein, senden Sie gern eine Nachricht an saskia.herklotz@pnwm.org.

Baden-Württemberg

Auf seiner Website informiert das Kultusministerium Baden-Württemberg:

Schullandheimaufenthalte, Schüleraustausch oder Studienreisen sind im ersten Halbjahr untersagt

Bayern

Auf seiner Website informiert das Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus:

Neue Schülerfahrten und Schüleraustauschmaßnahmen dürfen derzeit nicht vertraglich verbindlich abgeschlossen werden, unabhängig davon, wann sie stattfinden sollen. Planungen für das kommende Schuljahr (2020/2021), die problemlos rückgängig gemacht bzw. kostenfrei storniert werden können, sind zulässig.“ 

Berlin

Mit Information vom 09.06.2020 informiert Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie:

Schülerfahrten im Schuljahr 2020/21 wieder möglich!

Schülerfahrten innerhalb Deutschlands und auch ins Ausland dürfen ab dem Schuljahr 2020/21 wieder gebucht und durchgeführt werden. Dies gilt nicht für Schülerfahrten in vom Robert-Koch-Institut Berlin (RKI) bzw. vom Auswärtigen Amt benannte Risikogebiete.“

(Stand: 09.06.2020)

Brandenburg

Das Brandenburger Ministerium für Bildung, Jugend und Sport (MBJS) informiert auf seiner Website:

„Können Schulfahrten im Kalenderjahr 2020 noch stattfinden oder sollten sie storniert werden?
Die Entscheidung, ob eine Absage einer Schulfahrt, die im Zeitraum vom 20. April 2020 bis zum 31. Dezember 2020 geplant ist, erforderlich bzw. geboten ist, trifft allein die Schule. Lehrkräfte und Eltern stimmen gemäß den „Verwaltungsvorschriften über schulische Veranstaltungen außerhalb von Schulen“ (VV Schulfahrten) geplante Schulfahrten für die jeweiligen Lerngruppen ab, sodass auch die Absage einer Schulfahrt zwischen den betroffenen Eltern und Lehrkräften abzustimmen ist.

Schulfahrten sollen nur innerhalb Deutschlands mit äußerster Vorsicht, im Konsens mit den Eltern und Erziehungsberechtigten und unter Berücksichtigung der Hygieneregelungen durchgeführt werden.

Bremen

In einem Schreiben der Bremer Senatorin für Kinder und Bildung an die Schulleitungen mit Hinweisen zur weiteren Organisation des Schulbetriebs vom 05.05.2020 heißt es:

„Bitte buchen Sie keine neuen Klassenfahrten. Bezüglich der bereits gebuchten Klassenfahrten gibt es – entgegen eventuell schon erhaltener Auskünfte – noch keine Entscheidung. Wir benötigen als Grundlage für eine Entscheidung Angaben aus den Schulen, die wir derzeit bei Ihnen abfragen.“

Hamburg

Die Hamburger Behörde für Schule und Berufsbildung informiert auf  ihrer Website:

„Angesichts der allgemeinen Entwicklung werden an allen Hamburger Schulen die Klassenfahrten innerhalb Deutschlands, in das Ausland und Schüleraustausche in das Ausland bis zum 19. Oktober 2020 abgesagt. Über das weitere Vorgehen nach den Herbstferien 2020 wird zu gegebener Zeit entschieden.

Es dürfen derzeit keine neuen kostenpflichtigen Verträge zu Klassen-, Schul- und internationalen Austauschfahrten abgeschlossen werden, unabhängig davon, wann die Fahrten stattfinden sollen. Planungen für die Zeit nach den Herbstferien 2020 – die problemlos rückgängig gemacht bzw. kostenfrei storniert werden können – sind zulässig, wenn bei einer Stornierung keinerlei Kosten anfallen. Lehnt das Reiseunternehmen dies ab, darf nicht gebucht werden.“

(Stand: 23.04.2020)

Hessen

„Der Fokus im ersten Halbjahr des neuen Schuljahres soll auf der Erteilung von Unterricht liegen, um Unterschiede im Lernfortschritt der Schülerinnen und Schüler, die sich infolge des pandemiebedingten eingeschränkten Schulbetriebs ergeben haben, bestmöglich auffangen zu können. Aus diesem Grund sollen mehrtägige Schulfahrten wie Schüleraustausche, Studien- und Klassenfahrten bis einschließlich Januar 2021 ausgesetzt bleiben. … Bereits gebuchte Schulfahrten sind abzusagen. Das Land erstattet den Eltern, Schülerinnen oder Schülern 50% der vereinbarten Gegenleistung. Ist im Vertrag eine höhere Stornokostenpauschale vereinbart, so erstattet das Land die vertraglich vereinbarte Kostenpauschale. …

Neubuchungen von Klassenfahrten für das kommende Schuljahr 2020/2021 können nur unter der Voraussetzung erfolgen, dass eine kostenfreie Stornierung jederzeit möglich ist. […]“

In einem FAQ informiert das Hessische Kultusministerium über die jew. aktuellen Regelungen.

Mecklenburg-Vorpommern

Das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Mecklenburg-Vorpommern informierte die Schulleitungen in einem Schreiben am 18. Juni 2020 über Regelungen zum Schulbetrieb im Schuljahr 2020/2021:„Für die Durchführung von ein- und mehrtägigen Schulfahrten gelten bis zum 31.12.2020 folgende Regelungen:
a) Alle geplanten Fahrten sowohl innerhalb des Landes Mecklenburg-Vorpommern als auch innerhalb der Bundesrepublik Deutschland sind mit konstanten Gruppen unter Einhaltung des entsprechend geltenden Hygieneplanes sowie der Regelungen der zuständigen Ordnungs- und Gesundheitsämter des Zielortes möglich. Die Schulen entscheiden hierbei in eigener Verantwortung.
b) Bereits gebuchte Fahrten in das Ausland können unter Berücksichtigung der Regelungen des Auswärtigen Amtes und des Robert-Koch-Institutes (RKI) mit konstanten Gruppen stattfinden. Die Schulen entscheiden hierbei in eigener Verantwortung.
c) Stornierungen sind grundsätzlich möglich. Die dabei anfallenden Stornierungskosten werden vom Land übernommen.
[…]
e) Neue Buchungen sind bis auf Weiteres nicht vorzunehmen.

Niedersachsen

Keine Schulfahrten im gesamten Kalenderjahr 2020.

Nordrhein-Westfalen

In einer SchuLMail vom 28.05.2020 informiert das Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen:

„[Fahrten in das Ausland]
Zum Schutz vor der Ausbreitung des Corona-Virus sind alle ein- und mehrtägigen Klassenfahrten, Studienfahrten und Schüleraustausche im Sinne der Richtlinien für Schulfahrten (BASS 14-12 Nr. 2) in das Ausland abzusagen, soweit diese bis zum Beginn der Herbstferien stattfinden sollten.
Auch die Buchung neuer Schulfahrten für diesen Zeitraum kommt nicht in Betracht. Für Begegnungsmaßnahmen im Rahmen der Landesprogramme im Bereich ,,Internationaler Austausch“ gilt dies gleichermaßen.“

Rheinland-Pfalz

„Auf Schulfahrten, also insbesondere auf Klassenfahrten, Studienfahrten und Schülerbegegnungen, muss zunächst bis zu den Herbstferien verzichtet werden. […] Uns ist bewusst, dass Schulfahrten und Schülerbegegnungen eine wichtige Komponente des Schullebens darstellen. Jedoch sind bei solchen Veranstaltungen die derzeit geltenden Abstands- und Hygieneregeln nur schwer umzusetzen. Zudem muss sich der Unterricht im kommenden Schuljahr auf die Kernbereiche von Unterricht konzentrieren. Grundsätzlich empfehlen wir, in der internationalen Zusammenarbeit von Schulen verstärkt IT-gestützte Verfahren zu nutzen.“

Saarland

Alle Fahrten wurden abgesagt.

Auf seiner Website informiert das Saarländische Ministerium für Bildung und Kultur in einem FAQ zu Schule & KiTa:

„Die saarländische Landesregierung hat entschieden, die Stornokosten für abgesagte Klassenfahrten zu übernehmen.“

Sachsen

Das Sächsische Staatsministerium für Kultus informiert auf seiner Website:

„Klassenfahrten ins In- und Ausland sind bis zum Schuljahresende abzusagen. […]

Reglungen für die Zeit  ab dem 31. August 2020 werden in einem SMK-Blogbeitrag vorgestellt. Dann gilt:

Klassenfahrten im Inland sind wieder möglich. Auch „eintägige Schulfahrten in die Tschechische Republik oder nach Polen sind möglich. Sie dürfen gebucht werden und unter Beachtung aller gesetzlichen Regelungen stattfinden.

Schulfahrten ins Ausland, die im ersten Schulhalbjahr 2020/21 bis einschließlich zu den Winterferien 2021 geplant sind, sind weiterhin abzusagen bzw. dürfen nicht gebucht werden. Abgeschlossene Verträge sind unverzüglich zu stornieren. Die Stornierungskosten können rückwirkend erstattet werden.“

Schulfahrten ins Ausland, die im zweiten Schulhalbjahr 2020/2021 stattfinden sollen, dürfen gebucht werden und können unter Beachtung aller gesetzlichen Regelungen stattfinden.“

Sachsen-Anhalt

Buchungen für das kommende Schuljahr sind nur zulässig, wenn eine kostenlose Stornierung vertraglich vereinbart wird.

Eintägige Klassenfahrten sind erlaubt.

Schleswig-Holstein

Auf seiner Website informiert das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Schleswig-Holstein über Schulfahrten und sonstige Veranstaltungen:

„Die derzeitige Erlasslage sieht vor, dass

  • bestehende Buchungen nach den Sommerferien beibehalten werden und
  • keine neue Buchungen für das Jahr 2020 getätigt werden dürfen.
  • Umbuchungen jetzt stornierter Reisen auf den späten Herbst nicht als Neubuchungen gelten.
  • eintägige Fahrten innerhalb Schleswig-Holsteins mit unterrichtlicher Einbindung im Rahmen von „Lernen am anderen Ort“ stattfinden können, wenn Schulen und die betreffenden Einrichtungen wieder geöffnet sind.

Im Rahmenkonzept Schuljahr 2020/21 heißt es:

„Lernen am anderen Ort findet statt. Klassen- und Studienfahrten können unter den am Reiseziel jeweils geltenden Hygienebedingungen und einer entsprechend sicheren Anreisemöglichkeit stattfinden, wenn alle Teilnehmenden bzw. Sorgeberechtigten einverstanden sind. Im Zusammenhang mit der Reiseplanung ist mit den Eltern auch zu besprechen, dass Stornierungskosten, die ggf. entstehen können, wenn eine erneute Zuspitzung des Infektionsgeschehens die Absage einer gebuchten Reise angezeigt erscheinen lassen, durch die Eltern zu tragen wären. Denn die Lehrkraft bucht die Reise in Vertretung der Eltern. Eine entsprechende Information der Eltern ist zu protokollieren. Des Weiteren ist bei Vertragsabschluss mit dem Reiseunternehmen durch die Lehrkraft darauf zu achten, dass im Vertrag festgehalten ist, dass die Lehrkraft in Vertretung der Eltern handelt (vgl. hierzu auch Handreichung „Lernen am anderen Ort“, S. 17).“

Spezielle Aussagen zu Fahrten ins Ausland werden nicht gemacht.

Thüringen

Auf seiner Website beantwortet das Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport aktuelle Fragen zur Lage an Thüringens Schulen:

Klassenfahrten für das kommende Schuljahr 2020/21 können nur unter der Voraussetzung gebucht werden, dass eine kostenfreie Stornierung jederzeit möglich ist.