Online- und hybride Projekte

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Förderung von hybriden und Online-Begegnungen während der Corona-Pandemie

Wir begegnen uns heute auf viele verschiedene Arten, insbesondere im Internet. Auch deutsch-polnische Projekte werden häufig ganz oder in Teilen ins Netz verlegt, wobei jede Gruppe selbst entscheidet, zu welchem Zeitpunkt und an welchem Ort sie sich trifft – zu Hause, in der Schule, in einer Bildungsstätte oder sogar auf dem Fußballfeld. Um dieser Vielfalt Rechnung zu tragen, hat das DPJW seine Projektförderung angepasst.

NEU: Projektpartner können die inhaltliche und technische Planung und Durchführung einer hybri­den oder Online-Begegnung in die Hände von erfahrenen Trainer/-innen übergeben – das DPJW fördert mit Online-Trainer-Pauschalen! Auch die Anschaffung von Hardware/ technischem Zubehör ist möglich.

Was sind hybride Begegnungsprojekte?

Hybride Projektformate verbinden Präsenz- mit Online-Begegnungen und zeichnen sich durch syn­chrone (=gleichzeitige) und asynchrone (=zeitlich versetzte) Projektphasen aus.

  • Entweder: Eine Gruppe trifft sich (über die ge­samte Dauer oder während eines Teils des Pro­jekts) „face-to-face“ in der Klasse, einer Jugendeinrichtung oder einer Bildungsstätte, während sich die andere Gruppe online (von Zuhause) hinzuschaltet. Projektarbeit zwischen den gemeinsamen bi- oder trilateralen Online-Phasen findet asynchron z.B. in kleinen Gruppen statt.
  • Oder: Beide Gruppen treffen sich in ihrem jewei­ligen Land „face-to-face“ (über die gesamte Dauer oder während eines Teils des Projekts) in der Klasse, einer Jugendeinrichtung oder einer Bildungsstätte und führen Teile des Programms gemeinsam online über ein Videokonferenztool durch.
Welche Kriterien muss ich beachten?
  • Der Austausch sollte mindestens vier Pro­grammtage dauern, die jedoch nicht unmittel­bar aufeinander folgen müssen.
  • Ein Programmtag umfasst mindestens 1,5 Stunden mit inhaltlichem Programm der deutschen und polnischen Gruppe.
  • Mindestens 50 % des gesamten Projekts werden gemeinsam online in der deutsch-polnischen (oder trilateralen) Gruppe durchge­führt. Die verbleibenden 50 % können für die Projektarbeit in nationalen Gruppen – in der ganzen Gruppe oder in Kleingruppen eingeplant werden.
Welche Förderung kann ich beantragen?
  • Programmkosten

Beide Gruppen – sowohl die aus Deutschland als auch die aus Polen – werden im Antrag als Gastgeber behandelt und können je nach Art der Übernachtung einen Zuschuss zu den Programmkosten (siehe Pro­jektförderung unter Dokumente zum Download) erhalten. Die Projektpartner beantragen jeweils einen Zuschuss für ihre eigene Gruppe. Zu Pro­grammkosten zählen u.a.:

  • Lizenzen für Online-Tools oder den Zugang zu Online-Plattformen, die eine virtuelle Kommuni­kation und Zusammenarbeit ermöglichen
  • Leihgebühren für Hardware
  • Materialien für die Projektdurchführung
  • Verpflegung
  • Honorare
  • Anschaffung von Hardware/ technischem Zube­hör (z.B. Headset, Kamera, Mikro)

Die Beschaffung von Materialien und Hardware ist in vertretbarem Rahmen zu halten, sie soll sparsam und wirtschaftlich und an die Gruppengröße ange­passt sein. Hardware/ technisches Zubehör kann aus der Programmkostenförderung bis zu 500 Euro bzw. 2.000 Zloty pro Antragspartner abgerechnet werden.

  • Sprachmittlung

Jede Gruppe kann einen Zuschuss für wenigstens eine/-n Sprachmittler/-in erhalten.

  • Organisations- und Technikpauschale

Für den zusätzlichen Arbeitsaufwand, der durch die Umsetzung der Online-Begegnung entsteht, kann jede Partnergruppe eine Organisations- und Tech­nikpauschale von 60 Euro (deutsche Gruppe) oder 180 Zloty (polnische Gruppe) pro Tag erhalten. In der Abrechnung ist die Auszahlung dieser Förderung an eine oder mehrere organisierende Personen nach­zuweisen.

  • Online-Trainer/-in

Anstelle der Organisations- und Technikpauschale kann das DPJW einen Zuschuss für eine/-n Online-Trainer/-in in Höhe von 320 Euro (deutsche Gruppe) oder 960 Zloty (polnische Gruppe) pro Programmtag gewähren, wenn die inhaltliche und technische Verantwortung für das Programm von einer/-m DPJW-Trainer/-in oder einer anderen Person mit interkulturellen und methodischen (nachweisbaren) Qualifikationen oder von einer Bildungsstätte übernommen wird.

Bei hybriden Projekten:Über­nimmt eine Bildungsstätte die Verantwortung für das inhaltliche Programm, so kann die Gruppe, die das Angebot vor Ort nutzt, einen Zuschuss zu den Programmkosten wie für Projekte in Bildungsstätten beantragen, unabhängig vom Ort der Übernachtung. Zusätzlich kann diese Gruppe eine Organisations- und Technikpauschale, nicht aber die Online-Trainer-Pauschale beanspruchen. Eine Online-Trainer-Pauschale kann nur dann bewilligt werden, wenn die Gruppe einen Zuschuss zu den Programmkosten entsprechend eines niedrigeren DPJW-Festbetrags nach Art der Unterkunft (d.h. „Unterbringung in Familien“ oder „Unterbringung in Herbergen/ Hotels“) beantragt.

Die Durchführung von Jugendbegegnungen zu Zeiten, in denen Hygienemaßnahmen erforderlich sind, kann zu höheren Programm- und Reisekosten führen (z. B. höhere Unterkunftskosten, mehr Seminarräume, Kauf vom Mund-Nasen-Schutz und Desinfektionsmitteln, andere Transportmittel). Daher gewährt das DPJW während der Pandemie eine zusätzliche Förderung („Corona-Zuschlag“) und Zuschuss für Corona-Test.

BONUS: Zusätzlich kann die Förderung eines 4×1-Kleinprojekts Wir bleiben in Kontakt beantragt werden. Damit bezuschusst das DPJW „Produkte“ von Online-Begegnungen, die sich an ein breiteres Publikum richten, z.B. deutsch-polnische Online-Konzerte mit Jugendlichen, Online-Performances, Publikationen oder Videoblogs.

Wie stelle ich einen Antrag?

Bitte stellen Sie Anträge auf Förderung von hybriden und Online-Begegnungen über das OASE-Portal und wählen Sie als Art der Begegnung „Online-Projekt“ aus. Die Antragstellung für ein Online-Projekt funk­tioniert analog zu Jugend-begegnungen vor Ort. Statt der Aufteilung der Projektpartner in Gastgeber und Gast werden hier die deutsche Gruppe und die polnische Gruppe wie auch ggf. eine Gruppe aus dem Drittland unter-schieden. Beide Partner können einen Programmkostenzuschuss für ihre Gruppe beantragen.

Die aufgeführten Regelungen gelten entsprechend für Vorbereitungs- und Nachbereitungstreffen sowie trilaterale Begegnungen.

Bei Fachprogrammen können sowohl eine Organi­sations- und Technikpauschale wie auch eine Referentenpauschale beantragt werden.

Welche Dokumente brauche ich für die Abrechnung?

Für die Abrechnung von hybriden und Online-Projekten sind folgende Dokumente erforderlich:

  • durchgeführtes Programm der Begegnung
  • Sachbericht
  • Sammelliste der Projektteilnehmenden (auf Grundlage von individuellen Teilnahmebestätigungen oder einem vergleichbaren Anmeldenachweis)
  • mindestens ein Screenshot je Programmtag (aus dem die Anzahl der Teilnehmenden ersichtlich ist)
  • Aufstellung aller nachweisbaren Ausgaben sowie Einnahmen
  • Nachweise über die Auszahlung der Honorare für Sprachmittler/-in, Organisations- und Technikpauschale, Online-Trainer/-in
Materialien und praktische Tipps

Für Interessierte, die hybride oder Online-Begegnungen durchführen möchten, hat das DPJW spezielle Materialien für die Planung und Durchfüh­rung von Austauschprojekten vorbereitet. Darunter: Praktische Tipps, eine Checkliste für den Online-Austausch und Beispiele von Projekt-Szenarien.

Stornoregelung für das Jahr 2021

Wird ein Projekt aufgrund der Corona-Pandemie endgültig abgesagt und sind dem Träger durch die Stornierung von Transport oder Unterkunft Kosten entstanden, kann die DPJW-Förderung bis zur Höhe der nachweisbar entstandenen Kosten ausgezahlt werden. Genaue Informationen finden Sie unter Stornoregelung für das Jahr 2021.