35 Jahre DPJW: Jubiläumsfeier in Warschau

35 Jahre DPJW: Jubiläumsfeier in Warschau

Ein Jubiläum feiert man am besten mit allen, die einem lieb und wichtig sind. Deshalb lud das DPJW anlässlich seines 35-jährigen Bestehens Vertreter/-innen seiner Partnerinstitutionen sowie Organisatorinnen und Organisatoren von Jugendbegegnungen und Jugendliche aus Deutschland und Polen in den Warschauer Club „Niebo“ ein. Fast 100 Personen folgten der Einladung zur Feier, die Gelegenheit bot Danke zu sagen, in Erinnerungen zu schwelgen, das bisher Erreichte zu reflektieren und sich auszutauschen.

Rückblick – Superpower Jugendaustausch!

Bei einer Podiumsdiskussion erinnerten sich Aktive des deutsch-polnischen Austauschs und ehemaligen Teilnehmende an die wichtigsten Momente bei früheren Jugendbegegnungen: von den ersten, oft schwierigen, aber engagierten Schritten bis hin zu den heutigen Projekten. Einhellig stellten sie fest, dass Jugendbegegnungen junge Menschen, ihre Familien, ganze Schulgemeinschaften und auch die Menschen vor Ort für Neues öffnen und bereichern. „Jedes Treffen bringt die Jugendlichen dazu, ihre bisherigen Vorstellungen von anderen, die sie aus Erzählungen oder dem Internet haben, zu überdenken“, sagte Joanna Reczek von der Stiftung Sztukmistrze in Lublin. Elżbieta Urban, Lehrerin am 1. Katholischen Gymnasium in Siedlce, erzählte, wie bei einer Begegnung eine Teilnehmerin als Einzige im Hotel untergebracht war. Damit sie nicht allein sein musste, fanden die anderen Jugendlichen schnell auf eigene Faust eine Unterkunft in einer Familie für das Mädchen – eine schöne Geste der Sympathie und Solidarität. „Alle jungen Menschen sollten an einem Austausch teilnehmen“, fasste Nicola di Ronza zusammen, Schüler des Berufskollegs Wirtschaft und Verwaltung Ahaus. Er bedankte sich bei den Lehrkräften für ihr Engagement und betonte, wie sehr ihm die Teilnahme an der Jugendbegegnung gefallen habe. Die Begeisterung der Jugendlichen, die bei der Diskussion oft betont wurde, erklärte Thomas Hetzer vom DPJW damit, dass jeder junge Mensch bei einem Austausch einfach er selbst sein könne, mit all seinen Stärken und Schwächen. Niemand werde anhand schulischer oder sportlicher Leistungen beurteilt – denn nun zählten Dinge wie Hilfsbereitschaft oder Authentizität.

Im Anschluss an die Podiumsdiskussion tauschten sich die Gäste noch ausgiebig weiter über die Themen aus, die beim Panel angesprochen worden waren.

Ausstellung und Erinnerungsfotos

Nach dem offiziellen Teil konnten die Gäste in ungezwungener Atmosphäre die von den Freiwilligen des DPJW vorbereitete Ausstellung „ZusammenKLeben“ bewundern. Eine Fotokabine stand für Erinnerungsfotos an das Jubiläum bereit, und wer wollte, konnte sich im Gästebuch verewigen.

Dank des DPJW

„Ich danke unseren Partnern in Deutschland und Polen: den Schulen, Organisationen, Zentralstellen und weiteren Institutionen sowie all denjenigen, die Jugendbegegnungen organisieren – den Lehrkräften, Trainerinnen und Trainern sowie den Betreuenden. Und nicht zuletzt: den Jugendlichen. Denn um sie geht es bei unserer Arbeit. Ihre Fragen, ihre Energie, ihr kritischer Blick und ihre Bereitschaft zur Begegnung erinnern uns daran, warum wir all das tun“, sagte Małgorzata Bochwic-Ivanovska, Geschäftsführerin des DPJW.

Das Team des DPJW dankt allen Gästen herzlich für das gemeinsame Feiern des Jubiläums und allen, die sich für den deutsch-polnischen Jugendaustausch engagieren, für 35 Jahre Zusammenarbeit. Dank Ihnen können sich seit dreieinhalb Jahrzehnten immer neue Generationen junger Menschen kennenlernen, voneinander lernen und Beziehungen über Grenzen hinweg aufbauen.