„How to deal with a difficult past? – Pädagogische Perspektiven auf Nationalsozialismus, Shoa und den Zweiten Weltkrieg“
Die Gedenkstätten Buchenwald, Sachsenhausen und Auschwitz laden zu einem zweiteiligen Fachseminar für (angehende) Lehrer/-innen ein. Das Seminar findet vom 16. bis 22. Juli 2026 in den Gedenkstätten Buchenwald und Sachsenhausen statt und vom 23. bis 27. September 2026 in der Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau.
Thema des Seminars
Anlässlich des 75. Jahrestages der Befreiung von Auschwitz sagte Marian Turski, ehemaliger Auschwitz-Häftling und Holocaust-Überlebender, „Auschwitz [sei] nicht vom Himmel gefallen. Auschwitz hat sich auf Zehenspitzen, in kleinen Schritten, genähert, bis das, was hier geschehen ist, geschehen ist“. Es ist nicht möglich, die in Auschwitz begangenen Verbrechen zu verstehen, ohne in die Vorkriegszeit zurückzugehen, Auschwitz in einen breiteren Kontext zu stellen und sich mit verschiedenen Sichtweisen und Erinnerungsformen auf den Nationalsozialismus und seine Verbrechen auseinanderzusetzen.
Ziele
Ziel des Projekts ist es daher, die Geschichte der nationalsozialistischen Verbrechen intensiv zu analysieren und über ihre Ursprünge und Konsequenzen nachzudenken. Zudem werden die Teilnehmenden gemeinsam reflektieren, wie die Geschichte des Nationalsozialismus in Deutschland und Polen erzählt wurde und wird und welche Relevanz dies für die Gegenwart hat. Daher liegt ein Schwerpunkt auch in der Auseinandersetzung mit diversen inhaltlichen und methodischen Zugängen der Bildungsarbeit innerhalb der beteiligten Gedenkstätten. Auch einem vertieften Blick in die deutschen und polnischen schulischen Bildungslandschaften widmet sich die Veranstaltung. Die daraus erzielten Erkenntnisse können für die eigene (internationale) Bildungsarbeit an der Schule und darüber hinaus wertvoll sein.
Zielgruppe
Die Veranstaltung richtet sich an interessierte Lehrer/-innen und Magister- und Masterstudentinnen bzw. -studenten/PhD, die in den Bereichen deutsch-polnischer Jugendaustausch und historisch-politische Bildung (schulisch und/oder außerschulisch) bereits aktiv sind oder aktiv sein wollen.
Organisatorisches
- Das zweiteilige Seminar findet in Buchenwald und Sachsenhausen (16. bis 22. Juli 2026) sowie in der Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau (23. bis 27. September 2026) statt.
- Die Organisatorinnen/Organisatoren übernehmen die Kosten für Unterkunft, Verpflegung, Transfers vor Ort und Programm.
- Die Teilnehmenden kommen für die An- und Abreise zu den Seminarorten sowie für die Krankenversicherung selbst auf.
- Die Seminarsprache ist Englisch, daher sind gute passive und aktive Kenntnisse in der Sprache Voraussetzung für eine Teilnahme (mindestsens B2). Zudem ist Voraussetzung, an beiden Veranstaltungen teilzunehmen.
Anmeldung
Anmeldeschluss: 15. Mai 2026
Anmeldungen bitte über folgenden Link.